Der Moltkebunker – Ein Mythos

Um den Luftschutz-Bunker im Moltkeviertel in der Nähe der ehemaligen Baugewerkeschule ranken viele Geschichten.

Die Faszination über die Bunkeranlage, die sich teilweise bis unter den Moltkeplatz ausdehnt, und die Frage, wie es im Inneren wohl aussehen mag, beschäftigt seit vielen Jahren nicht nur die Moltkeviertelianer. Es gibt Internetforen von Geocachern, Hobbygeologen und vielen anderen Institutionen.

Mitglieder des Bürgervereins Moltkeviertel haben sich durch den Dschungel der Bürokratie (Katasteramt, Katastrophenschutz, Feuerwehr, Eigentümer u.v.m.) gekämpft, um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen!

Nach vorliegender Information wird vom Oberbergamt Arnsberg (Bund), von Bau- und Liegenschaften NRW und der Stadt Essen (Amt 66/66 Luftschutzstollen) betreut. Letzteres Amt ist auch für die Begehungen (Gase/ Wasser) zuständig. Es handelt sich um einen Röhrenbunker mit vielen Verschachtelungen. Durch seine vielen Verzweigungen beträgt die Ganglänge mehr als 500 m! Der Bunker musste verschachtelt angelegt werden, um die Druckwellen bei einem Bombeneinschlag in der Nähe zu brechen.

Schon seit mehr als 10 Jahren stehen weite Teile der Anlage ca. 1.40 Meter unter Wasser. Es sollen sich dort giftige Gase gebildet haben, die eine Begehung durch „Nichtfachleute“ unmöglich macht. Einige Bereiche der Anlage gelten als einsturzgefährdet, andere wurden zugemauert. Eine Nutzungsänderung (Kunst, Kultur etc.) oder eine Instandsetzung des Bunkers erscheint daher ausgeschlossen.

Wir sind weiter bemüht, mehr über die Lage und Größe des Bunkers in Erfahrung zu bringen. Vielleicht gibt es noch Zeitzeugen…?

Moltkeplatz_Bürgerverein Moltkeviertel

Anlage Untertage

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