WAZ Artikel vom 10. Juli 2015

 

Screenshot 2015-07-12 10.03.20An dieser Stelle stand zuvor das Kunstwerk „Brief an Ela“. Eine koreanische Studentin hatte in Stempelschrift einen Brief an Ela auf einem Baumstumpf verfasst – was ebenso deutlich zu erkennen war wie das Hinweisschild.

Essen-Moltkeviertel. Mit einer Ausstellung im Moltkeviertel erinnerte der Bürgerverein Moltkeviertel an den Pfingststurm. Am Freitag wurden die Kunstobjekte abgeholzt.

Mit Wut und Entsetzen hat der Bürgerverein Moltkeviertel zusehen müssen, wie die Anfang Juni eröffnete Ausstellung „Nach Ela“ abgeholzt wurde. Studenten der Hochschule der Bildenden Künste hatten dort mit sechs Kunstwerken an das Pfingstunwetter vor einem Jahr erinnert.

Die Aktion sollte außerdem ein Dankeschön für alle Helfer der Stadt sein. Darunter fand sich etwa auch ein Kunstwerk, das einen Baumstumpf integrierte – und als solches deutlich erkennbar war. Auch zahlreiche Hinweisschilder wiesen auf die Kunstaktion hin. Darüber hinaus hatte der Bürgerverein Grün und Gruga über das Projekt informiert.

Hintergrund war eine missverständliche E-Mail
Als am Freitag der Kettwiger Baumdienst im Auftrag von Grün und Gruga den Stamm ebenso abfräste wie weitere in die Ausstellung integrierte Stämme, trauten die Mitglieder des Bürgervereins ihren Augen kaum. Sie versuchten noch, die Mitarbeiter davon abzuhalten. Diese hätten aber auf ihren Auftrag verwiesen und sich nicht von der Arbeit abbringen lassen. Grün und Gruga bedauert den Vorfall.

Hintergrund sei ein Missverständnis gewesen. So habe eine Mail des Bürgervereins zu der Annahme geführt, die Ausstellung laufe nur im Juni. „Ich habe mich in aller Form bei dem Verein entschuldigt und ihn ermutigt, sein beeindruckendes Engagement fortzusetzen. Auch für die jungen Künstler tut mir diese Sache richtig leid“, sagte Julia Ruether, die bei Grün und Gruga für Kunst im öffentlichen Raum zuständig ist.

Jennifer Schumacher

Grün und Gruga lässt Ausstellung versehentlich abholzen | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/essen/sued/gruen-und-gruga-laesst-ausstellung-versehentlich-abholzen-id10869856.html#plx1121698915

„nach Ela“ eine temporäre Ausstellung auf der Messel- Schnutenhauswiese

Temporäre Ausstellung „nach Ela“ in Zusammenarbeit mit der Hochschule der
bildenden Künste (HBK) vom 06. Juni 2015 bis zum 11. August 2015

 

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Prof. Milo Köpp mit den jungen Künstlern (Bastian Richter, Julia Gärtner, SungHee Kim, Rebekka Aliyah, Sophie Bibel, Julia Priss)

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 „Brief an Ela“ – eine Arbeit von SungHee Kim

Ich habe einen Brief an Ela geschrieben. Ich habe mich darin erinnert, wie es mir bei dem Sturm erging, wo ich war, was ich während des Sturmes dachte, befürchtete und erlebte.
Ich komme aus Korea und studiere in Deutschland Kunst. In dem Spannungsfeld der unterschiedlichen Kulturkreise, da die Heimat, hier der Studienort, suche ich eine Möglichkeit der Verbindung. Ich finde sie in der Schrift, in den Zeichen der Schrift. Die koreanischen Schriftzeichen und die lateinischen Buchstaben haben auf den ersten Blick nichts gemein. Doch beide bestehen aus Linien, die in einer bestimmten Weise geformt, geordnet und verbunden sind. Mit einer anderen Anordnung der lateinischen Buchstaben können koreanische Schriftzeichen gebildet werden. So habe ich den einen Baumstumpf bestempelt, es ist mein Brief an Ela auf einem Relikt nach Ela.

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Auf dem gegenüberliegenden Baumstumpf habe ich Stempel montiert, handgefertigte Stempel mit lateinischen Buchstaben, deren Anordnung in linearer Abfolge und Gruppierung die koreanischen Schriftzeichen gleichsam abwickelt.
Beides erinnert an Schrift, an Text, den Inhalt des Briefes können die lesen, die sich mit koreanischen Schriftzeichen auskennen.

 

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„Wachstafeln“ – eine Arbeit von Rebekka Aliyah

Mit Hilfe eines Abdruckverfahrens habe ich Zeitungsartikel, die den Sturm Ela dokumentieren, auf fünf Wachsplatten übertragen. Diese sind in Stahl gefasst und so am Wegesrand platziert, dass sie an Informationstafeln erinnern.

Bewusst verwende ich hierbei das Material Wachs. Denn es ist zerbrechlich und beginnt schnell in der Wärme, sich zu verformen und zu schmelzen. Der Betrachter erhält die Möglichkeit durch die damalige lokale Berichterstattung, sich erneut zu erinnern, welches immer an das subjektive Erleben verknüpft ist. Inhalt ist hier die Veränderung der Erinnerung an das Erlebte durch die Zeit. Erinnerungen, die verblassen, Wachs, der sich verformt.

 

 

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Fotos: Matthias Weber, Julia Priss

Fotos: Matthias Weber, Julia Priss

Fotos: Matthias Weber, Julia Priss

Fotos: Matthias Weber, Julia Priss

„Perspektivenwechsel“ – eine Arbeit von Julia Priss

Inspiriert durch Fotos mit Folgen des Sturms Ela entstand die Idee, dass Chaos nicht unbedingt mit Hässlichkeit in Verbindung gebracht werden muss, da die Bilder eine gewisse Ästhetik und Schönheit innehaben. An das Chaos, das als Ursprung von Schönheit definiert werden könnte, soll durch Verformungen des spiegelnden Objektes erinnert werden. Somit kann der Betrachter sowohl sich als auch die Natur in verzerrter Form wiedererkennen. Abhängig vom Betrachtungswinkel erinnert das Objekt mal an sich bewegendes Wasser, mal an den vorbeisausenden Wind. Dabei verleiht die Transparenz des Objekts diesen Eindrücken eine gewisse Leichtigkeit und bringt es mit der umgebenden Natur in Einklang.

Maße: ca. 4 x 1,5 m

Material: Plexiglasplatten, Spiegelreflexfolie, Draht, Stahlseil

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„Elas Zeichen“ – eine Arbeit von Beate Gärtner

Durch den Sturm Ela wurden viele Bäume auf der Messelwiese an der Moltkestr. beschädigt und mussten gefällt werden. Ein Baum jedoch wurde von einem Mitglied des Bürgervereins gerettet. Dieser Baum musste aber aufgrund des Sturmschadens radikal zurückgeschnitten werden, sodass er lediglich als Stammfragment mit einer Astgabel erhalten blieb. Für mich ist dieser Baum das Naturdenkmal für den Sturm Ela, ein Symbol für Zerstörung und Verwüstung. Aber er ist auch ein Zeichen für den menschlichen Eingriff im Sinne des Schützens, Erhaltens und Bewahrens bei den notwendigen Aufräumarbeiten. Der Baum lebt, er zeigt heute neue Triebe.

Diese markante Form habe ich auf einen gesunden Baum als „Zeichen für Ela“ mit weißer Stammschutzfarbe übertragen. Die Farbe wird im Gartenlandschaftsbau eingesetzt und schützt Bäume vor Umwelteinflüssen wie UV-Strahlen, Hitze und Kälte.
Über die Zeit vergeht diese Farbe, das Zeichen verschwindet, zurück bleibt die Erinnerung.
(2015, Stammschutzfarbe, 1m x 6 m x 0,6 m)

 

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„Zelt“ – eine Arbeit von Sophie Biebl

Als Grundform des Zeltes greife ich den Umriss der Stadt Essen auf und ziehe Seile von vielen Außenpunkten. Zu einem erhöhten Punkt im lnneren des Zeltes, welcher genau an der Stelle des Parks im Moltkeviertel auf meiner „Stadtkarte“ platziert ist. Danach werde ich das somit entstandene Grundgerüst mit bestimmtem Stoff überziehen. Die Farben bleiben hierbei eher neutral/ natürlich.

lch möchte das Zelt nicht nur als Schutzsymbol präsentieren, sondern auch als Symbol für Zusammenkunft und Gemeinschaft, u.a. um an die enorme Hilfsbereitschaft nach dem Sturm Ela zu erinnern.

Die Maße des Objekts liegen etwa bei 3,5m x 2,8m x O,7Om (L x B x H).

 

Videoinstallation „Berührung“ – eine Arbeit von Julia Priss

Das schwarz-weiße Video stellt eine Parallele zwischen der Natur unserer Welt und der Natur des Menschen dar. Die Nahaufnahme des Gesichts einer Frau wurde auf einen Baum mit rauer Rindenstruktur direkt über den Wurzeln projiziert. Dabei entstand der Eindruck, als würde derselbe Wind, der die Gräser um den Baum herum bewegt, ebenfalls die Haare der Person auf dem Video wehen lassen. Die sich bewegenden Schatten der Gräser in der Projektion unterstützten die Wahrnehmung des Einklangs des Menschen mit der Natur.

 

„Kreislauf“ – eine Arbeit von Bastian Richter

Meine Arbeit „Kreislauf“ besteht aus elf Kreisen mit einem Durchmesser von jeweils 50 cm. Die gleichmäßige Anordnung dieser wiederum, ergibt einen großen Kreis mit einem Durchmesser von 3,5 m. Zehn dieser Kreise bestehen aus ausgestreutem Sägemehl, einer aus einem in die Arbeit integrierten realen Baumstumpf. Die Anzahl der Kreise leitet sich ab aus der Anzahl der durch den Sturm „Ela“ zerstörten Bäume.
Die Wahl des Sägemehls als Material beruht auf der Tatsache, dass genau das es ist, was bei der weiteren Ver-/ Bearbeitung der zerstörten Bäume entsteht, bei der Überführung in eine neue Form.
Ebenso wie der Sturm Ela die Erscheinung der natürlichen Umgebung des Menschen verändert hat, wird der Wind die streng geometrische Anordnung und somit geschaffene Ordnung dieser Arbeit erneut ins Chaos verkehren.

 

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Erinnerung an das Naturereignis „Ela“

Der Park am Moltkeplatz dient den Bürgern zur Entspannung und Kommunikation, ist Treffpunkt für Jung und Alt. Der Sturm „Ela“ verwüstete den Park und richtete große Schäden an dem Baumbestand an. Bei den von dem Bürgerverein betriebenen Aufräumarbeiten und der Instandsetzung des Parks beteiligten sich viele hilfsbereite Essener Bürger auch aus anderen Stadtteilen. Diese erlebte Solidarität war für alle Beteiligten eine nachhaltige positive und verbindende Erfahrung.

Dem Bürgerverein ist es ein Anliegen, den Helfern, die tatkräftig, spontan und über alle Maßen hinaus engagiert bei den Aufräumarbeiten mitgeholfen haben, seinen Dank in einer besonderen Form auszusprechen.

Der Park hat sich durch „Ela“ verändert. Mehrere Bäume sind durch den Sturm so stark beschädigt worden, dass sie gefällt werden mussten. Dabei konnte der Bürgerverein einen Baum retten, der mit dem Verlust seiner Krone gleichsam als Erinnerungszeichen an „Ela“ am Eingang des Parks steht.
So entstand durch den Sturm ein Spannungsfeld zwischen beschnittenem Baum, Baumgruppen, Baumstümpfen und der Parkanlage.

Die durch den Sturm geschaffene Situation in dem Park, der Ort heute und seine Geschichte der Instandsetzung sind Anlass für die individuelle künstlerische Auseinandersetzung.

Vernissage am 06. Juni um 19 Uhr auf der Messelwiese

Moltkeviertel_Bürgerverein Moltkeviertel

 

Erinnerung an das Naturereignis „Ela“

Der Park am Moltkeplatz dient den Bürgern zur Entspannung und Kommunikation, ist Treffpunkt für Jung und Alt. Der Sturm „Ela“ verwüstete den Park und richtete große Schäden an dem Baumbestand an. Bei den von dem Bürgerverein betriebenen Aufräumarbeiten und der Instandsetzung des Parks beteiligten sich viele hilfsbereite Essener Bürger auch aus anderen Stadtteilen. Diese erlebte Solidarität war für alle Beteiligten eine nachhaltige positive und verbindende Erfahrung.

Dem Bürgerverein ist es ein Anliegen, den Helfern, die tatkräftig, spontan und über alle Maßen hinaus engagiert bei den Aufräumarbeiten mitgeholfen haben, seinen Dank in einer besonderen Form auszusprechen.

Der Park hat sich durch „Ela“ verändert. Mehrere Bäume sind durch den Sturm so stark beschädigt worden, dass sie gefällt werden mussten. Dabei konnte der Bürgerverein einen Baum retten, der mit dem Verlust seiner Krone gleichsam als Erinnerungszeichen an „Ela“ am Eingang des Parks steht.
So entstand durch den Sturm ein Spannungsfeld zwischen beschnittenem Baum, Baumgruppen, Baumstümpfen und der Parkanlage.

Die durch den Sturm geschaffene Situation in dem Park, der Ort heute und seine Geschichte der Instandsetzung sind Anlass für die individuelle künstlerische Auseinandersetzung.

Entree in das Moltkeviertel…

 

Moltkeviertel_Bürgerverein Moltkeviertel

Die Straßenverkehrsbehörde hat schnell geprüft und leider entschieden, dass die Anbringung eines eingeschränkten Haltverbots nicht möglich ist!

So schön sieht die Moltkebrücke aus, wenn sie nicht mit Autos oder Kleintransportern zugeparkt ist.

Ein leider seltener Anblick, da die Parkplatznot durch die Nähe der Berufsschule recht hoch ist.
 Vor ca. 2 Jahren wurde die Moltkebrücke („Überführung Moltkestraße, Bauwerk Nr. 14) Dank eines privaten Gönners aufwändig saniert und bildet – wie vor mehr als 100 Jahren angedacht – ein fröhlich-idyllisches, nicht überladenes Entree in das Moltkeviertel. 
Man kann sagen, dass die Brücke mit ihren vier malerischen Putten-Pfeilern eine der malerischsten Übergänge ist, die man in Essen findet.
Durch permanente Beschädigungen in Form von Graffitis, sind in den letzten 2 Jahren viele weitere und für den Paten kostenintensive Säuberungen durch den Bauunternehmer Peter Gries notwendig geworden, insbesondere in den letzten Wochen!

Da auf beiden Seiten der denkmalgeschützten Brücke geparkt wird und die Brücke nur unzureichend beleuchtet ist, werden die Graffiti-Künstler versteckt hinter geparkten Autos oder Kleintransportern tätig und beschmieren das Kleinod immer aufs Neue, neuerdings sogar mit Schablonen.
 Im letzten Jahr ist unser Antrag auf ein eingeschränktes Parkverbot im Bereich der Brücke seitens der BVI leider abgelehnt worden.

In diesem Monat haben wir einen erneuten Antrag gestellt (19 Uhr bis 7 Uhr, Sa u. So) und freuen uns über die Unterstützung von Frau Dr. Petra Beckers (Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege), die unser Anliegen bei den erforderlichen Stellen unterstützen wird.

Heute haben wir erfahren, dass unser Antrag erneut abgelehnt worden ist!
Im kommenden Jahr werden wir einen weiteren Antrag formulieren, wir geben nicht auf!

Boulebahn wird am 15. Oktober gebaut!

Bei einer Begehung im Juni 2014 wiesen die Bezirksvertretung I und Grün&Gruga den Spielern auf der südlichen oberen Moltkewiese ein ca. 4×14 Meter großes Areal zur Errichtung eines Bouleplatzes in Eigenleistung zu.
Spenden in Höhe von mehr als 2.500 Euro mussten dafür gesammelt werden.
Nach großzügigen Einzelspenden von Anwohnern hatte uns die Sparkasse Essen mit einer Großspende über 1.500 Euro in die Lage versetzt, die Finanzierung zu stemmen. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!
Die Boulebahn wird am Mittwoch von Herrn H. Tenhaven / Garten-und Landschaftsbau fachmännisch erstellt.

Insider nennen die obere südliche Moltkewiese Hans Kemper Carré.
Unser in der Nacht zum Pfingstsonntag plötzlich verstorbene Vorstand Hans Kemper, hatte sich maßgeblich für die Gestaltung der Bänke, die Anlage des Rosenbeetes und die Errichtung der Boulebahn eingesetzt.

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